1/4 - DJ BoBo in Äthiopien

Am Sonntag, 04.03.2007 reiste DJ BoBo für eine erste Mission als Botschafter des Welternährungsprogramms (WFP) nach Äthiopien. Er hat rund fünf Tage lang den Norden des Landes besucht. Für Blick-Online schrieb er in einem Tagebuch über seine Erfahrungen dort.

School Feeding Program

 

 

 

 

 

5. März 2007

03.30 Uhr
Endlich! Nach langen Stunden im Flugzeug kommen wir frühmorgens am Flughafen in Addis Abeba an. Es weht ein kühler Wind und ich muss mir auch gleich den Pullover überziehen. Wir sind ja auch auf Sage und Schreibe auf 2500 m Höhe. Melese, der Chauffeur vom Welternährungsprogramm fährt uns durch die frühmorgens noch menschenleere Stadt ins Hotel. Jetzt gilt es zuerst einmal zu schlafen.


11.00 Uhr

Mohammed Diab, der WFP Landesdirektor empfängt uns im Büro und vermittelt uns einen ersten Überblick der Arbeit des WFP in Äthiopien: «Dass Du Dir Äthiopien für Deine erste Reise als WFP Botschafter gegen den Hunger ausgewählt hast ist ein weiser Entscheid. Äthiopien bleibt mit seinen 77 Millionen Menschen und der Grösse Spaniens und Frankreichs zusammen eines der ärmsten Länder der Erde. Mehr als 31 Millionen Menschen überleben mit weniger als 35 Rappen pro Tag. Es gibt sehr wenige Bodenschätze und das Ausmass der Armut der Menschen ist unvorstellbar. Du wirst das Elend mit eigenen Augen sehen und Du wirst selber feststellen können wie Du Deine neue Aufgabe als Botschafter zum Wohl dieser Menschen einsetzen kannst. Viele dieser Menschen sind zwar immer noch arm, doch Dank unserer Hilfe müssen sie nicht mehr in Verzweiflung leben», erklärte Diab.


14.00 Uhr

Der erste Projektbesuch führt uns in den Westen der Stadt, nach Addis Katama, was soviel wie « neue Stadt“ heisst, dort wo sich kaum noch Touristen verlieren. Im Innenhof eines Hauses finden wir etwa 100 Frauen und Kinder vor, die auf die Nahrungsmittelverteilung warten. Es handelt sich um Menschen, die entweder an Aids leiden oder sich um Aidspatienten kümmern. Ich treffe dort einen Knaben namens Shiferaw. Beide Eltern sind an AIDS gestorben. Er lebt jetzt bei seiner Grossmutter, die mit aller Mühe versucht ihm ein Zuhause zu geben. Lange musste er an Unterernährung leiden, und obwohl er schon 15 Jahre alt ist, hat er bloss die Grösse eines zehnjährigen Buben. Er redet einige Sätze in Englisch mit mir, denn dank der Nahrungshilfe von WFP kann er jetzt wieder in die Schule gehen. Über 3000 von AIDS betroffene Menschen erhalten in diesem Stadtteil die Hilfe vom WFP, und landesweit sind es über 110´000. Was mich am meisten beeindruckt, ist die Herzlichkeit und das Lachen im Gesicht dieser Menschen, die eigentlich allen Grund hätten zu verzweifeln.


19.00 Uhr
Zurück in einer anderen Welt. Der Schweizer Botschafter, Peter Reinhardt, in Äthiopien hat uns in seinem schönen Anwesen einen Herzlichen Empfang vorbereitet. Der deutsche, amerikanische und kanadische Botschafter sowie Vertreter von Schweizer Hilfswerken sind auch eingeladen. Es gibt mir die Gelegenheit mit Ihnen die Eindrücke des Tages zu verarbeiten und auch von ihren Erfahrungen und Ansichten zu lernen.


Seite <1> <2> <3> <4>

 

Die Fantasy-Tour 2010 wird präsentiert durch