DJ BoBo ist zurück in Afrika - Teil 4/6

Essen macht satt, das weiss jeder. Wie Essen todkranke Menschen auch fast gesund machen kann, erlebt man in Axum.

 
An meinem zweiten Tag zurueck in Aethiopien besuchen wir ein HIV Projekt. Rund 100 Menschen, darunter viele junge Frauen, sitzen im Halbschatten vor einer Lagerhalle.
Am Eingang erwarten sie zwei Helfer mit langen Listen voller Namen. Nach und nach kommen die Vaeter und Muetter, viele mit ihren Kindern auf dem Ruecken, zum Hallentor, druecken ihren Finger in ein Stempelkissen und pressen ihn danach auf eine Karte.
Eine junge Frau im weissen Gewand unterschreibt mit ihrem Fingerabdruck, dann geht sie in die Halle, wo vier weitere freiwillige Helferinnen auf sie warten und neben grossen Kornsaecken des UN World Food Programme sitzen.

Für jede Frau fuellen sie einen kleinen Eimer mit Mais-Soja-Pulver und einen mit Linsen - ihre Ration fuer einen Monat. Ich schenke jeder ein DJ BoBo T-Shirt als Anerkennung fuer ihren unermuedlichen Einsatz im Kampf gegen Aids und gehe ihnen ein wenig zur Hand. Das Korn rauscht in den grossen Sack der Mutter im weissen Gewand, die ihn nach draussen traegt. Dort wartet ein junges Maedchen, das auf gluehenden Kohlen grosse Plastikflaschen voller Salatoel in heissem Wasser koechelt - so wird es fluessiger und die 3-Liter-Ration fuer jede Familie kann besser abgefuellt werden.

Die Frauen und Maenner bekommen Hilfe, weil sie sich und ihren Familien gerade nicht mehr helfen koennen. Und damit sie wieder gesund werden: Viele machen eine Therapie, weil Hilfsorganisationen inzwischen weltweit viel mehr kostenlose HIV-Aids Medikamente verteilen koennen. Dank der Therapie werden die meisten Patienten noch Jahre und Jahrzehnte ein normales Leben fuehren, ihre Felder bestellen, ihr Vieh zuechten und ihre Familien versorgen koennen.

Aber nur unter einer Bedingung: Die Therapie nutzt nichts, wenn die Menschen nicht sehr gut genahert sein, weil sie sonst die sehr starken Medikamente nicht vertragen. Unterernaehrte Menschen muessen die Therapie bis zu sechsmal haufiger abbrechen als normal Genaehrte.

 

Deshalb gilt: Nur Essen und Medizin gibt den Menschen ein fast normales Leben zurueck. Und hilft ihnen, sich bald wieder selbst helfen zu koennen.

Euer DJ BoBo

all Pictures by Michel Ansermet

Die Fantasy-Tour 2010 wird präsentiert durch